hungry blog – Leben, Alltag und Essstörung aus dem Blickwinkel einer Betroffenen

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Kampf um 100 Gramm

Oktober 7, 2009 · 1 Kommentar

Umarmt vom Selbstzweifel, die Neurose ist zurück! Setz dich, liebe Anorexie oder was immer du bist, magst du einen Tee? Bitte bleib doch noch ein bisschen, ich fühle mich so einsam. Mir ist so seltsam… schwarz um die Seele. Oder vor Augen? Kann auch sein. Egal. Hunger ist Trost. Hunger ist Freiheit. Hunger ist die Lösung aller Probleme.

Meine Gedanken. Gut, zugegebenermaßen etwas überspitzt. Aber im Grunde handle ich diesen Gedanken entsprechend, auch wenn ich sie weder laut noch leise denke und es eigentlich statt Gedanken nur hier gemachte Assoziationen sind.

Mein Tag: ich stehe auf, habe Angst steige auf die Waage, ärgere mich, gehe unter die Dusche, ziehe mich an, trinke Tee, esse Essen, finde es zu viel, gehe wohin, {hier bitte beliebige studentische Alltagshandlungen einfügen}, komme heim, lerne, lese, schreibe E-Mails, ziehe mich aus, wiege mich, ärgere mich, gehe schlafen. Und von vorne. Ich hasse es,… ich will es nicht anders, aber ich hasse es jeden Tag aufs neue.

Die Anorexie ist eine Neurose in meinen Augen. Eine blöde, fiese, hinterhältige Neurose und man ärgert sich noch über eine Zahl, weil man seiner eigenen Neurose nicht genügt! Blöde 4, ich will eine 3. Ich bin an einem Punkt, an dem mir wieder so viel egal geworden ist. Was aus meiner Gesundheit wird, was aus der Zukunft wird. Denn alles ist unsicher – oder, wenn es das nicht ist – es fühlt sich so an. Alle denken irgendwas von mir, und sei es auch nett oder freundlich, ich wünsche mir eine Kiste, in die ich hineinpasse und von der ich den Deckel schließen kann. Eine Art roter Schuhkarton. Die Assoziation eines gepolsterten Sarges lässt sich nicht abwenden *schmunzel* aber sie ist nicht ernst, ich bin zu schwer, um zu sterben und auch sonst habe ich es nicht vor.

Wieso ist das nur so pervers? 3 kg weniger und man wird zum Tier. Sich selbst fressend. Ich bin müde… ungemein müde. Und deshalb gehe ich auch gleich schlafen. Denke morgen weiter nach. Bald weniger Zeit, bald viel Papier, viel Lernerei, viel Angst. Die ES macht es nicht leichter. Aber ich möchte nicht wissen, wie es ohne sie ist. Ich möchte nämlich nicht erfahren, wie es ist, wieder mehr zu wiegen. Endlich ein bisschen vorangekommen – in meinen Augen – ein Grund zur Freude, nicht zerstören, nicht nachlässig sein, nicht sich selbst enttäuschen.

Gefühlskoma. Gerade noch rechtzeitig, um nicht unterzugehen. Es ist grotesk. Früher, als ich noch ein fahrlässiger Teenie war, hatte die Essstörung mehr emotionalen, fröhlichen Charakter. „Toll, ich hab’s geschafft“ – „Ich bin stark“ – „Ich bin dünner“ … heute ist es zu viel Gewohnheit und zwang. Aber die Vergangenheit ist ein Album voller unscharfer Fotos… Was soll’s. Was ich wollte, habe ich noch nie so genau gewusst. Kommt Zeit, kommt Veränderung…

Gute Nacht!

Kategorien: Gedanken · Persönliches

Top 10 Suchanfragen im August/September

September 21, 2009 · 2 Kommentare

Es ist mal wieder soweit. Die blödesten, seltsamsten oder auch anderswie irritierenden bzw. schon langweilenden Suchen kommen an den Tag, und was mir dazu rein assoziativ in den Sinn kommt… Diese Top 10 sind allerdings nicht nach Gefallen oder sonstwie geordnet…

[1] pro ana thinspiration // ich nehme an, dass die Personen, die diese Anfrage eingeben, überhaupt nicht nach einem Blog wie meinem suchen. Vmtl. suchen sie eins der angeprangerten Teenieblogs, mit vielen Bildern von vielen sehr dünnen Frauen und der am besten umsetzbaren Anleitung zum Erbrechen. Ich hoffe, ihr findet hier trotzdem etwas, das euch interessiert. Wenn nicht, dürft ihr natürlich gerne Vorschläge machen :-)

[2] ana ednos // Hm… ich würde sagen, entscheide dich für eines. Ich würde selbst sagen, dass ich EDNOS habe, früher war ich anorektisch. Wenn ich vergleiche, die Anorexie ist mir wirklich wirklich lieber. Sie ist eindeutig, sie ist nicht so verfressen, sie ist irgendwie eine klare Sache. EDNOS hingegen hat heute dank aufgeschlossener Hausärzte bald jeder Teenager, der einmal eine Diät gemacht hat und nicht 3 Standardmahlzeiten isst, wie sich das für einen ordentlichen Normalo gehört. Also: ist er oder sie ja wohl total gestört, ist doch sonnenklar, oder? Schließlich gibt unser Gesundheitssystem keinen Toleranzbereich vor, in dem man sagen könnte: du hast einfach nur seltsame Essgewohnheiten. Nein, das wäre ja vollkommen vermessen und würde das medienpropagierte Leiden, zu dessen Wahrnehmung wir alle nach 3 Stern-Reportagen nun auch endlich befähigt sind, untergraben. Welch Frevel. In Wirklichkeit sind wir alle essgestört – und für eine anständige, ärzte- und freundeskreisbeständige Diagnose braucht man nun mal einen Namen. EDNOS. Mir kommt’s gerade hoch, ich glaube, ich kriege Bulimie… Irgendwo ist es schon wahr, wie soll man sich auch nennen, wenn man keine Anorexie mehr hat und trotzdem nicht normal essen kann – ich bin dann ehrlich gesagt für nur „Essstörung“ oder „atypische Anorexie“. Könnte man das bitte in den nächsten ICD übernehmen? Das würde nicht so nach „Normalo, der schlecht isst“ klingen…

[3] „ich helfe dir pro ana zu werden“ // Mich würde wirklich interessieren, wo das herkommt, falls es ein Fragment ist aus einer Seite, die da jemand speziell suchte. Ich habe über diese Eingabe als ersten Treffer einen Eintrag namens „Pro Ana Apotheke“ gefunden. Ich distanziere mich wie immer vor dem Gesetz von Inhalten verlinkter Seiten, bitte denkt daran, dass ihr freie Menschen seid und von mir nie und nimmer zu irgendetwas genötigt werdet – klaro? Gut. Hätten wir das geklärt… auf dem Blog da findet man vmtl. all die Tipps, die einem hier abgehen, u.a. auch die dahingestellten 10 Gebote, von denen es unsere Medien so oft haben. Irgendwie fällt mir dazu nicht viel ein. 16 Jahre, fast 10 Jahre jünger als ich… schreibt ihre Gedanken auf und gibt Tipps zum Hungern… Keine, die mir helfen würden, ich weiß ja, wie’s geht… na ja; so richtig werde ich wohl nie verstehen, warum Menschen sich die Mühe machen, solche Seiten zu erstellen…. *gähn*

[4] ana till the end blog // Oah, bitte nicht! Echt, jetzt wird es stillos. „Atte. – Tote Ratte. – Mach dir keine Platte.“ – „Hä? Watte?“ Ana till the End ist so ziemlich das letzte, was diese Welt braucht. Ich sage es noch mal: sich für den Tod nach langer Krankheit zu entscheiden, und das darf auch eine psychische sein, denn niemand – wirklich niemand – hat das Recht, über den Leidensdruck eines Anderen zu urteilen (man hat nur das Recht/die Pflicht, seine etwa „unveränderliche“ Existenz zu überprüfen), ist in meinen Augen legitim. Aber der Tod durch Magersucht hat gefälligst nicht erstrebenswert genannt zu werden! Da ist keine Reinheit und Schönheit in einem widerlichen Krankenbett auf der Intensiv. Da ist kein Ruhm an einer Magensonde und kein Glamour im Herzversagen. Derartiges… Das widert mich einfach nur an.

[5] pro ana tipps zum hungern // Sozusagen ein Klassiker. Man nehme Wasser und Obst und ernähre sich davon, so dass man unter 300 kcal bleibt. Für den Körper ist das praktisch wie Fasten. Man nimmt extrem davon ab und wenn man lange genug durchhält ruiniert man sich auch so richtig den Stoffwechsel. Wer nicht zu den Harten gehört, kann sich auch von 600 kcal am Tag ernähren, dann dauert der Spaß allerdings länger. In jedem Falle gilt, wer danach wieder mehr isst, nimmt zu, genau wie bei jeder anderen Diät auch. Da hilft auch kein Refeed, den kann man zwar prima als Ausrede für FAs benutzen, einen praktischen Effekt hat er aber in 99% der Fälle nicht, denn wenn man 3 Tage 300 kcal isst, wird jeder Körper in den Hungersnot-Modus fallen, ob man’s möchte oder nicht ist dem nämlich egal.

An dieser Stelle mal ein ernst gemeinter Tipp: bevor du versuchst, mit 500 kcal am Tag zu überleben, mach es mal so: Iss 2 Wochen lang jeden Tag 2500 und reduziere dann. Du wirst gesünder abnehmen, mehr essen können und immer noch das Untergewicht deiner Wahl erreichen. Die extreme Reduktion gleich zu Anfang zehrt nur aus und macht müde. Lieber in den sauren Apfel beißen und 1x richtig essen und danach eine sinnvolle Reduktionskost machen. Tausende von Ernährungsberatern und Profis können vollkommen verblödet nicht sein…

[6] hungrigesleben // Hey, da hat sich jemand an mich erinnert :-) Danke und Gruß!

[7] aufmerksamkeits junkies bei magersüchtig // Wie geil ist das denn? Vergesst bitte nicht die SVVler und Bulimiker… alle wollen nur das eine: gesehen werden *lol* Bitte möge mich der Besucher doch darüber aufklären, wonach er wirklich gesucht hat, vielleicht ist es ja gar nicht so grotesk, wie es klingt… Oder warst du etwa der gleiche, der „Schlankheitswahn Frauen Magersucht“ eingegeben hat?

[8] pro ana plan // Viel treffender fänd ich ja „Pro Ana? Kein Plan…“

[9] isabelle caro vor magersucht früher // Ich glaub, so wirklich hübsch sah die noch nie aus… Ich glaube, auf einem der Bilder hier wiegt sie aber mal 2 kg mehr als sonst – viel Spaß beim Raten.

[10] wie lange kann man mit 400 kcal/tag überleben // Nicht lange. Ein halbes Jahr von Normalgewicht aus ungefähr, würde ich sagen. Oben steht, wie man’s richtig macht. Extreme Reduktionsdiäten machen im Ausnahmefall und nur bei Fettsucht einen Sinn.

Ich danke euch wie immer für eure Aufmerksamkeit,
und wünsche euch noch einen schönen Montag :-)

Eure me.

Kategorien: Gedanken · Kritisches
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Manchmal geht alles unter

August 4, 2009 · Kommentar schreiben

Wenig essen, weniger, Gewohnheit. Nach ein paar Jahren mehr Alltag als Angewohnheit. Unkaputtbare Kaputtheit sozusagen, ein bleibender Schaden. Ich lebe so in meinen Tag hinein, esse mehr oder weniger und harre der Dinge, die da kommen. Dann kommt das Wintersemester und schiebt den Gedanken einen Riegel vor. Es ist jedesmal aufs Neue erschreckend, welchen Einfluss diese kleine Veränderung für mich hat. Ich wache morgens auf und die Zahl auf der Waage ist mir egal. Ganz egal. Ich verschwende keine Zeit und greife zum nächsten Buch. Essen kann ich trotzdem nicht. Es geht entweder vollkommen unter oder der Nachschub an Nahrung für die Arbeit mit den grauen Zellen kommt schlagartig. Richtigen Hunger habe ich immer noch nicht, ich kann mich nur schlechter konzentrieren. Der Rest basiert auf Logik, nicht auf Einsicht. Ich muss etwas essen, sonst … kippe ich um, lasse nach, mache schlapp,… was auch immer. Es wird gegessen und weitergemacht. Ein bisschen Routine, ein bisschen Überwindung. Weniger aber als an all den anderen Sommertagen, die dem nahenden Stress vorangegangen sind. Ich stopfe etwas Essen in mich hinein und denke nicht weiter darüber nach. Die Verdrängung funktioniert wirklich effektiv. Ich verschwende keinen unnötigen Gedanken daran… eigentlich das, was ich mich in der freien Zeit immer wünsche, worüber ich mir stundenlang den Kopf zerbreche: Warum kann das Essen für mich nicht Nebensache sein? Aber auf diese Art und Weise wird es zum Hauptproblem.

Jetzt sitze ich da und schreibe darüber, aber eigentlich will ich nicht wirklich daran denken. Das schlechte Gewissen kommt nur nachts und erinnert mich an meinen Mageninhalt oder die vielen Stunden, die ich gesessen und gelesen habe, statt mich selbst manisch durch die Stadt zu jagen. Aber selbst das kann ich abschütteln und mir sagen, dass ich schließlich schlafen muss, weil morgen wieder ein langer Tag wird.

Die Frage bleibt. Warum geht es nicht einfach so? Wenn man grad will. Wenn es grade hilfreich wäre. Wenn ein Freund einem die Hälfte seiner belegten Brote anbietet – mit den eigenen Lieblingsspeisen belegte Brote auch noch! Abartig. Dann kommt die innere Stimme und schüttet wüste Beschimpfungen über mich aus.

Egal.
Alles ein bisschen egal.
Nicht nachdenken ist auch eine Möglichkeit, sich zu entscheiden.
Vielleicht ist es sogar keine schlechte Entscheidung.
Ich habe jetzt schon seit fast zwei Monaten keine Waage mehr. Es geht mir nicht schlechter dadurch. Erschreckenderweise habe ich, wenn ich Freunde besuche, immer noch Recht, wenn ich wie gewohnt vor dem Wiegen schätze. Aber da ist auch ein neues, gutes Gefühl. Ich kann erahnen, was ich brauche und was nicht. Natürlich nicht, um Normalgewicht zu halten. Das ist mir immer noch zutiefst zuwider. Der Gedanke daran führt schon zu inneren Bestrafungszeremonien und Hasstiraden gegen das schwache Ich. Aber es ist nicht – und ich meine nicht im Geringsten – so schwer, wie ich gedacht hatte, ohne Waage zu leben und ohne Waage zu regulieren, was man täglich zu sich nimmt und wieviel. Ich bin mir sicher, dass ich keine Ahnung habe, was eine normale Portion ist. Ich weiß auch, dass ich die in der nächsten Zeit nicht erreichen werde, vermutlich nie. Aber es tut gut zu wissen, dass man nicht vollkommen orientierungslos wird, nur weil man sein Messinstrument aufgegeben hat.

Kategorien: Gedanken · Krankheit
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Magersüchtig, lebensmüde?

Juli 16, 2009 · 2 Kommentare

Selbstmord auf Raten, Schlankheitswahn, lebensmüde? Klischeeworte, die gut beschreiben, was manche über Betroffene von Essstörungen denken. Dass die nicht mehr leben wollen, kommt ja auch vor. – Da stellt sich dann mitunter auch die Frage: kann und will man nicht mehr, weil man so schwach ist, alles, einfach alles zu viel wird – oder ist der Wunsch zu verschwinden dem Sterbewunsch nicht unähnlich und damit die Ursache der Störung?

Ich hatte oft den Wunsch, ganz klein zu sein. Winzig, unsichtbar. Ich wollte mich weghungern. Oder ich empfand mich als so unansehnlich, dass ich mir wünschte, schmaler zu sein, so weniger aufzufallen. Aber wollte ich nicht mehr leben? Ich glaube mittlerweile, dass dieser Verschwindewunsch nicht  das gleiche ist, wie sterben zu wollen. Mit der Zeit erlebt man, wie es ist, mit der Essstörung zu leben, lange damit „auszukommen“. Man spart immer mehr ein am eigenen Alltag. Man beschneidet die Freude, die Freiheit, das Sozialleben. Manchmal ist man furchtbar einsam. In sich selbst eingesperrt. Es ist tatsächlich so, als würde man langsam aber sicher vom Leben Abschied nehmen. Jeden Tag gibt man ein Stückchen ab. Und irgendwo ist man sich dennoch sicher, lebendig zu sein, oder zumindest zu wissen, wie „Leben“ geht. Man tut es eben nur nicht. Genauso wie man einen Joghurt isst, als wäre es ein echtes Mittagessen. So wird man immer weniger.

Insofern ist die Magersucht eine Einbahnstraße. Für den Außenstehenden klingt das nach einer abschüssigen Bahn in Richtung Friedhof. Wenn du immer weniger wirst, wirst du irgendwann nichts sein. Und leider haben sie oft Recht mit dieser Vermutung. Magersucht ist ganz oben unter den psychischen Erkrankungen mit Todesfolge. Also: Was unterscheidet sie dann vom Suizid?

Verhungern dauert lange.
Und Verhungern bedeutet in diesem Fall nicht, sich vorzunehmen zu sterben! Eine Essstörung entsteht irgendwann – und kann zum Tod führen. Aber sie entsteht nicht unbedingt unter der Prämisse, das Leben zu beenden. Wie andere psychische Krankheiten sind die Ursachen ungemein vielfältig. Ich will gar nicht weiter darauf eingehen, denn es würde ein Buch füllen, nicht eine Blogseite. Was ich sagen will ist, dass man eine Magersucht entwickelt und diese das Leben verändert. Den Blick, die Handlungsfähigkeit, die Einsicht. Man findet sich fett obwohl man den Oberarm mit Daumen und Zeigefinger locker umfassen kann. Man wird des Lebens müder mit jedem der unzähligen viel zu anstrengenden Schritte, zu denen man sich zwingen muss. Man lebt kaum noch, wenn man bemerkt, dass man diesen Zustand nicht mehr schön finden kann.

Warum sage ich das?

Ich habe diese Wörter, mit denen der Artikel beginnt, ziemlich oft gehört. Den Vergleich mit dem Selbstmord. Und das macht mich zum Teil wütend, zum Teil traurig. Es gibt Magersüchtige, die mit ihrer Krankheit leben, es gibt welche, die dagegen kämpfen oder einfach einen ganz eigenen Weg gefunden haben, damit umzugehen. Sie alle über einen Kamm zu scheren ist nicht fair. Das Paradoxon der Anorexie besteht schließlich darin, dass man aktiv ist, dass man extrem lebt und nie zur Ruhe kommt – und gleichzeitig ist es wie ein Tanz in den Tod.

Nicht einfach.
Nicht einfach nur „lebensmüde“.

Kategorien: Gedanken
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An meine Leser

Juli 15, 2009 · 12 Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser (gibt es überhaupt männliche unter euch?)

Ihr seid gar nicht so wenige. Um die 200 Leute schauen hier z.T. täglich vorbei. Das finde ich schon erstaunlich, da ich ja weder aktuelle Nachrichten, noch geniale Erkenntnisse verbreite. Ich blogge hier so vor mich hin, und dann auch noch über ein Thema, wovon man meinen könnte, es sei bis zum Erbrechen erschöpft, Essstörungen – oh, böser Kalauer, ich weiß *schäm und in die Ecke stell* …

Ich glaube, ich schreibe langsam wirklich nur für euch. Auch für die, die ein kritisches Auge aufmachen und mir verbal die Stirn bieten. Ich finde das gar nicht schlecht. Schließlich schreibe ich keine Wahrheiten nieder, sondern bloß meine Meinung. Und eine Meinung haben hat ja nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, dies auch von einer Ahnung sagen zu können… Womit man Dreistigkeit gut entschuldigen kann, Gemeinheit aber nicht – und ich hoffe auch, das Fair sein gelingt mir so halbwegs. Ein einfaches Thema ist es ja nicht, schon gar nicht, wenn man selbst drin steckt.

Ich danke euch jedenfalls fürs Lesen, Schreiben, Mäkeln, für alles. Wer mag, kann mir auch gerne mailen, ich beiße nicht. Mich interessiert manchmal sehr, was ihr wohl so für Menschen seid, was euch bewegt, hier zu antworten oder es lieber sein zu lassen… ich bin jedenfalls froh, dass es euch gibt, denn wie gesagt, ihr gebt diesem Blog seine Existenzberechtigung.

Viele Grüße in diesem Sinne, eure „me“.

Kategorien: Gedanken
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Die Top 10 der blödesten Suchanfragen im Juni/Juli

Juli 13, 2009 · 10 Kommentare

(nicht nach Grad der Lächerlichkeit geordnet)

1. wenn ich nach magersucht wider normal esse >> dann wirst du zunehmen, aber vorher brauchst du erst mal einen Duden ;-)

2. fressanfälle magersucht >> je weniger, desto dürrer

3. gewichtstabelle excel blog pro ana >> sagt mal, so ein gutes altes Gewichtstagebuch, das tut’s doch auch, oder? Aber bitte, die Tabelle findet ihr als Download auf der re. Seite ;-)

4. 900 kcal herzprobleme >> bei 900 kcal machst du schon schlapp? Ist das dein Ernst? Ohne Scherz, wer so etwas schreibt, hat keine Essstörung, sondern ein Matheproblem.

5. wenn ich wider regelmässig esse >> du hast immer noch nicht Deutsch gelernt. WIEDER, Mensch, Kinnings. So schwer kann das doch nicht sein…

6. ana safe food >> kcal Tabelle kaufen, durchlesen, fertig. Dazu braucht man kein Blog wie meines, auf dem soetwas sowieso nicht zu finden ist, sondern einen Taschenrechner und ein funktionierendes Großhirn…

7. pro ana 200kcal am tag >> schon mal versucht, „pro Dummheit“ einzugeben? Könnte zu ähnlichen Ergebnissen führen…

8. was denken magersüchtige über dicke menschen >> guck mal unter dem Thinspiration Artikel >> klick hier. Ansonsten: schon mal gehört, dass Meinungen u.U. etwas Individuelles sind?… na ja, vermutlich irre ich mich und es gibt ne geheime Magersüchtigen-Sekte, in der alle das gleiche denken, und zwar: Dicke Menschen stinken, sind dumm, total faul und schlecht in der Schule. Jawoll!

9. alles zu anstrengend magersucht >> das könnte dir in der Tat passieren, wenn du diese Krankheit länger hast. Man nennt das dann übrigens „Fatigue“. Kommt auch bei Krebspatienten vor. So wie diese sieht man im Endstadium ja auch aus…

10. thinspo diät 3 tage nichts essen >> *rofl* Okay. Also man nehme ein Thinspo Web Album, ziehe sich all die dort befindlichen Bilder halb verhungerter Mädchen rein (wenn man sowas nicht findet, kann man auch „Äthiopien“ eingeben bei der Google Bildsuche…) und dann kaufe man einen Stapel Diätprodukte – zack, fertig ist der perfekte Körper :-D *weiter rofl*

Liebe Leser, die ihr nicht auf die Idee gekommen seid, derartige Suchen würden euch zu irgendwas Hilfreichem führen, da ihr offenbar mein Blog im Ansatz verstanden habt: Ich hoffe, ihr habt euch gut amüsiert ;-) Viel Spaß weiterhin beim Lesen, manchmal darf es auch Ernst sein. Ich freu mich auf eure Kommentare. Bis bald, eure „me“

Kategorien: Gedanken
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Manchmal ist auch die Magersucht nicht mehr als eine chronische Krankheit

Juli 8, 2009 · 2 Kommentare

Wenn es mir gut geht, ist das Hungern oder das, was die behandelnden Ärzte Magersucht nennen, für mich durchweg gut. Ich nenne die Anorexie individuell, frei, ehrgeizig… Ich weise ihr Attribute zu, die man grob unter Perfektion zusammenfassen könnte.

Wenn es mir schlecht geht, sieht das ganz anders aus. Das Nicht-Essen verliert seinen Glanz. Es strahlt nicht als erhabene Eigenschaft aus dem so fahlen Menschsein hervor, sondern es ist die personifizierte Unfähigkeit geworden.

Ich sitze auf meinem Stuhl, die Knochen tun mir weh. Seit Stunden habe ich nichts gegessen. Nun bin ich wieder zu Hause und weiß, dass ich essen müsste. Oder sollte. Dass es die Zeit dafür wäre und ich Hunger empfinden würde, wäre ich ein normaler Mensch. Ich warte ein wenig, aber der Hunger kommt nicht. Natürlich nicht. Er hat sich daran gewöhnt, enttäuscht zu werden und so hat er es für die Mehrzahl der Tage eines Jahres aufgegeben, persönlich zu erscheinen. Er schickt nur manchmal seinen Handlanger, den Appetit vor.

So sitze ich da und überlege, was ich essen könnte. Und warte und warte und esse letztlich nichts oder fast nichts. Ich kann nicht. Eine innere Schwere zieht mich, drückt mir auf den Brustkorb. Erst halte ich es für Übelkeit, wie beim Hunger, aber es ist nicht das gleiche. Es ist Bedrängnis. Traurigkeit. Es geht mir nicht gut. Früher habe ich gegessen, wenn ich deprimiert war. Oder wütend. Mittlerweile ist es anders, oder vielleicht ist das Gefühl auch anders. Was es auslöst, ist jedenfalls nicht mehr Essen. Sondern Zögern. Ich horche in mich hinein und suche den Hunger. Er kommt nicht. Ich sehe keinen Sinn im Essen, ich fühle nichts, ich lasse los und suche mir eine andere Beschäftigung.

Das ist sie, die andere Seite meiner Krankheit. Lange Zeit war es nicht so. Ich hatte geglaubt, ich wäre es schon alles so sehr gewöhnt, dass das Leben damit kaum mehr eine Belastung darstellen würde. Und nun muss ich zugeben, dass es nicht so ist. Dass es gute Seiten gibt, die mir gefallen, die ich als Ästhetik ansehe, aber die eben nicht alles sind.

Ambivalent, fesselnd, bis erdrückend.

Eine Sucht.

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Immer zu allem stehen, was man tut? Sage nein!

Juni 12, 2009 · 8 Kommentare

Die Devise bei alten Geschichten. Man hat eine Freundschaft beendet, ist als Teenie ausgezogen, oder man hatte eine Meinung. 10 Jahre später hat man sie nicht mehr. Dann kommt der 0815 Standard Prolet und sagt „Steh doch mal dazu!“

Wozu stehen?
Dazu, dass man vor 10 Jahren etwas so gesehen, so getan, so gesagt hatte? Wer war man denn vor 10 Jahren? Ich – nein – ich kann nicht sagen, dass ich mir vor 10 Jahren besonders ähnlich sah. Ähnlich war. Ich bin ich, heute, wie ich hier stehe und das tue ich nicht zu dem, was zu Teenie-Zeiten aktuell war.

Ich hasse diesen Satz. Er ist so grenzenlos borniert  – er impliziert den Schwachsinn in seiner reinsten Form.

Steh doch mal dazu.

Steh doch mal dazu, dass du vor 10 Jahren ein anderer Mensch gewesen bist, mit dem du nichts mehr gemeinsam hast.
Dazu, wie viel du gegessen, getrunken oder gelacht hast. Aus nichtvorhandenen Gründen. An die du dich nicht erinnern kannst.
Steh doch mal zu deiner Frisur von vor 10 Jahren, oder zu deiner politischen Einstellung. Was, du bist gar nicht mehr rechts? Ich will aber, dass du jetzt mal gefälligst dazu stehst, das macht man so.

Ich mache das anders.

Ich stehe nicht zu meinem Geschwätz von gestern.
Oder meiner Meinung.
Oder meiner Lebensweise.
Sie ist es nämlich nicht mehr. „Meine“
Und deshalb stehe ich auch nicht zu meinen Narben von vor 10 Jahren. Sie sind alt, sie sind nicht ich und sie sind uninteressant. Zu blöd nur, dass sie immer noch da sind. Hätte ich einen kleinen Fahrradunfall ohne weitere Folgen gehabt, wäre dies nun auch nicht Teil meiner Persönlichkeit, wäre ich ein ganz normaler Mensch. Aber SVV erlaubt es wildfremden Menschen, sich anzumaßen, sie sein in der Lage, sich ein Urteil über eine Zeit zu erlauben, die 10 Jahre zurückliegt.

Ist das nicht überaus interessant?

Eine Szene
Mensch mit Narben am Arm sitzt im Café.
Bekannte kommt vorbei und setzt sich hin.
Bekannte mustert den Arm und denkt „Na, das ist ja… das hätte ich nicht gedacht.“ Gemeint ist Die hat sowas? Sowas ist echt gestört. Wie kann man nur so rumlaufen?
Anschließend wird man im Verlauf des Gesprächs, das trotz massiver Neugier erst einmal auf ein anderes Thema gelenkt wird, zärtlichst gefragt, was man denn da angestellt habe. Den Rest des Gespräches kann man dann unter Ulk verbuchen, da die Bekannte in 90% der Fälle nun eine für alle Ewigkeit feststehende Meinung von der Person, die sie kaum kennt, hat.

Sehr schön finde ich auch folgende Fragen (und Antworten):

Was hast du denn da am Arm? – Narben?
Hast du eine Katze? – Nee, zwei.
Du… sag mal, was is’n das eigentlich an deinem Arm? – Wonach sieht’s denn aus? (Manche meinen wirklich, diese Einfühlungsmasche wäre toll)
Ritzt du dich? – Präteritum. Danke der Nachfrage, ich verletzte mich selbst. Und zwar vor 10 Jahren. Wenn du willst, kann ich dir ein paar Selbsthilfegruppen für Sehgeschädigte nennen…
Das machst du aber nicht mehr da oder? - Oh Mann…

Ich warte auf den Tag, an dem endlich mal jemand kommt und sagt:
Warst du mal SVVler?
oder auch ok wäre
Hast du Bordlerline?

Die Antwort auf die 1. Frage wäre Ja. Auf die 2. Nein. Borderline, ich glaube, eine der schlimmsten Diagnosen – denn sie klebt wie Sekundenkleber – blitzschnell und für immer. Mit Borderline lassen sich ja alle Probleme so gut erklären: die kaputte Beziehung, das Verhältnis zu den Eltern, die Essstörung. Alles Borderline. Und: es ist eine prima Ausrede, um einen Menschen als gestört zu bezeichnen. Oder als dumm. Denn SVV macht ja heute jeder, das ist chic, auch nur so ne Mode wie dieser Schlankheitswahn. Und wer das schön findet, ist ja total krank. Wer’s einfach nur so macht, ist auch intelligenzgemindert, denn er sieht ja nicht, wie hässlich und nutzlos das ist.

Genau.

Genau so wird es wohl sein.

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Thinspiration, Fatspiration – Mager und schön, dick und doof?

Juni 5, 2009 · 2 Kommentare

Auf vereinzelten Wunsch ein Wort zu diesem Thema.

Es kommt nicht selten vor, dass als Trigger auf Pro Ana Seiten Bilder übergewichtiger Menschen gezeigt werden. Sozusagen als Anti-Thinspos. Die Thinpos – lang „Thinspirations“, Abziehbilder dünner Mädchen – zeigen die Perfektion, das Wunschbild des eigenen Körpers. Sie stellen dar, was man erreichen will. Oder vielleicht sogar schon erreicht hat, aber dank Körperschemastörung erfolgreich verdrängt. Man sieht sie an, voll bewunderndem Neid für die dünnen Mädchen. Vielleicht lebt die ein oder andere bereits nicht mehr, aber für den Moment sind sie brauchbare Ikonen.

Die Anti-Thinspos, die Fetten, sind auf dem gleichen Rang wie sog. „Food Porn“ Bilder. Bilder von Essen, das man nicht haben kann. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz im Klaren darüber, warum manche Magersüchtige sich diese ansehen. ICH bekomme jedenfalls Hunger von sowas. Ich guck lieber in eine Zeitung. Die Dicken verstehe ich schon eher: man will so nicht werden. Identifizieren kann ich mich damit jedoch nicht. Ich war selbst nie dick und wenn ich sage, dass ich mich fett fühle, meine ich eigentlich „Ich habe Körperteile, an denen sich Unterhautfett befindet.“ Normal, aber für mich: unangenehm. Zu weich. Zu feminin. Zu undefiniert. Fett eben. Dicke Menschen haben viel viel mehr davon. Was haben sie mit Magersucht oder Trigger zu tun? Wen triggern sie? Wer fühlt sich so sehr fremd, dass er solche Bilder braucht? Die Angst muss unendlich groß sein für diese Art von Hybris. Ich kann es nicht beurteilen.

Wenn ich durch die Stadt gehe und einen dicken Menschen gehe, denke ich jedoch auch meist nichts nobles. Ich will ehrlich sein. Ich weiß nicht, ich weiß es wirklich nicht, wie man sich so sehr gehen lassen kann, dass man bei 1,60m Körpergröße 150 kg erreicht. All die Burger und Torten, ich müsste mich auf dem Weg dort hin so oft erbrechen, dass ich es nie auf die 150 kg bringen würde. Und ich hätte auch bei weitem nicht einmal die Zeit, so viel zu essen. Ich empfinde aufrichtigen Ekel beim Anblick dicker Menschen. Das ist mein erstes und ehrliches Gefühl. Ich empfinde kein Mitleid, sondern einen Haufen üblen Unverständnisses. Das Mitleid entsteht erst auf den 2. Blick. Wenn ich darüber nachdenke. Wenn ich mir vorstelle, dass so ein Mensch vielleicht einen dicken Vater und eine dicke Mutter hatte, vielleicht einer davon noch alkoholkrank. Vielleicht mangelt es an Intellekt, Freunden oder gesundem Essen. Vielleich hat derjenige einen Missbrauch hinter sich und frisst sich einen Schutzpanzer an, hat sonst kein Vertrauen in sich, ist ganz allein. Vielleicht will er oder sie aber auch nichts lieber als abnehmen und schafft es nicht, weil der Magen so stark erweitert und atonisch ist, dass er ständig nach Essen schreit.

Woher soll ich das wissen?

Warum also dicke Menschen als Anti-Idole missbrauchen? Warum sie abwerten, indem man zeigt, dass man so nicht sein will, dass es das allerletzte ist, ekelhaft und dumm. Intelligenz misst sich nicht am Körperfettanteil. Im Gegenteil: das Hirn besteht aus Fett.

Ich finde sie nicht gut, diese Bilder.
Ich weiß nicht einmal, ob ich die normalen Thinspos gut finden kann. Ich sehe sie mir an, wie man sich die Bilder einer berühmten Person ansieht, wenn man ein Teenie ist und vielleicht ihren Stil kopiert. Aber ich kopiere nicht das Dünnsein. Ich wollte schon immer dünn sein. Ich benutze Bilder, um mich damit zu vergleichen. Um mir vorzustellen, wie ich aussehen würde, mir das Gefühl dabei vorzustellen. Das gute Gefühl, dünn zu sein.
Definitiv werden diese Bilder also positiv bewertet.
Die Bilder der Dicken werden es nicht.
Die Dicken werden verurteilt, so wie es die Dünnen auch werden. Auf den Bildern sollen die einen die perfekte Magersüchtige zeigen. Die Dicken stellen das perfeckte Abschreckbild dar.

Aber was haben sie gemeinsam? Beide werden benutzt, beide erfüllen Pauschalvorstellungen einer Wunschidee. Beide sind essgestört und da wir keinen der Menschen auf den Bildern persönlich kennen, wissen wir auch nicht, warum das so ist. In Gut und Böse zu unterteilen und so zu degradieren macht also keinen Sinn.

Kategorien: Gedanken · Kritisches · Magersucht in Bildern · Pro Ana (kommentiert)
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Es wird nicht leichter

Juni 5, 2009 · 1 Kommentar

Oder ich werde nicht leichter.

Jeder kennt sie, diese Phasen vollkommen unverständlicher Stagnation. Über Wochen quält man sich, oder zwingt sich sogar, mehr zu essen, um an der Obergrenze zu bleiben und vielleicht nicht gleich den Stoffwechsel auf Sparflamme zu setzen. Aber nach 8 Jahren Essstörung kennt der sich selbst besser als wir seine Reaktion. Manchmal glaube ich, vom Denken fett zu werden.

4 Wochen ein und dieselbe Zahl auf der Waage. Jeden Tag läuft man fast Amok auf dem Weg zum Kühlschrank, befürchtet eine Fressattacke der übelsten Art oder von dem bisschen, was man sich noch erlaubt, einfach nur so zuzunehmen. Man spart jedes Gramm und am nächsten Tag: wieder nichts. Wieder Enttäuschung.

Trotzdem kommt nie die Frage „Warum das alles?“ zur Beantwortung. Man will es nicht aufgeben. Ich nicht. Ich schaffe es. Ich bin noch nicht gut genug. Sehe noch so falsch und unförmig aus und passe gar nicht zu mir. Ich will anders aussehen. Ich will einmal etwas schaffen.

Meine Gedanken für heute.

Sie sind leider aktuell.

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