Erholung des Stoffwechsels nach langer Hungerphase

So lange nichts gegessen. Gehungert, gequält, immer weiter reduziert… Jetzt ist sie übergroß, die Angst zuzunehmen. Aber man müsste mehr essen. Man müsste essen können. Den Stoffwechsel reanimieren.
Ist das möglich? Und wenn ja, wie?

Warum Hungern nichts bringt

Hungern heißt für mich, unter 900 kcal zu essen. Meistens habe ich unter 600 zu mir genommen, aber eigentlich ist auch unter 1500 schon Hungern für den menschlichen Körper (normal große Frau, > 160 cm, ca. 50 kg). In Kliniken heißen 1200 kcal “Reduktionsdiät”. Dort werden selbst Übergewichtige nicht auf 500 kcal/Tag gesetzt, denn das führt nur zu folgenden Reaktionen:

  • der Körper schaltet auf den Modus “Hungersnot” und damit auf Sparflamme, der Energiehaushalt der Körperfunktionen wird quasi eingeschränkt
  • der Grundumsatz (grob: 24 x Körpergewicht in kg) wird also reduziert
  • man nimmt erst schnell ab (2 kg Wasser, denn bei der Umwandlung von Glycogen – der Speicherform von Kohlenhydraten – in Glucose scheidet der Körper Wasser ab) und dann kaum noch
  • überschüssige Kalorien werden in Fett umgewandelt
  • bei zusätzlicher Belastung (z.B. Sport) baut der Körper in gleichen Teilen Fett und Muskelgewebe ab

Das bekannte Resultat davon heißt Jojo-Effekt.
Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch die sog. “Set-Point-Theorie”.

Hungern heißt also zu wenig zu essen. Auf Dauer führt das zum Abnehmerfolg, ob nun gesund oder nicht. Die Energie von außen fehlt, also isst der Körper sich selbst auf.

On diet forever?

Aus Angst, nach einer extremen Reduktionsdiät (alias Magersucht), schnell wieder zuzunehmen, bleibt es bei vielen Essgestörten auf Dauer an der Tagesordnung, unter 800 oder weniger kcal zu essen. Die Angst ist im Allgemeinen erst einmal berechtigt. Denn wenn man wieder mehr isst, nimmt man zu. Und zwar vor allem Fettgewebe.

Trotzdem wäre es sinnvoll, den Stoffwechsel zu aktiv zu rehabilitieren. Und zwar nicht durch sog. “Refeeds” (Aufbautage inmitten einer Hungerphase), sondern durch Kostaufbau. Ich weise an dieser Stelle übrigens darauf hin, dass dies meine persönliche Theorie ist. Ich habe sie an mir selbst ausprobiert und mit einigen Menschen diskutiert, die ähnliche Erfahrung gemacht haben. Sie ist natürlich nicht wissenschaftlich fundiert!

Wie funktioniert das?

Um eine Regeneration des Stoffwechsels zu erreichen, muss man im Prinzip “einfach nur essen”. Man nimmt ca. 2500 kcal zu sich. Das muss nicht von einem Tag auf den anderen geschehen. Diese 2500 kcal führen noch nicht dazu, dass der geschwächte Körper rapide zunimmt. Vielleicht kommt es einem so vor, aber im Prinzip erreicht man so mit normaler Bewegung in einer Woche vielleicht 500g Zunahme. Der Körper verbrät die Kalorien nämlich zunächst einmal für die Aufbesserung des Blutbildes. Man könnte auf diese Weise ca. 4 Wochen lang “normal” essen. Es sollte aber auch tatsächlich gesunde Nahrung sein, ein paar Vitamine schaden nie. Sport und Bewegung muss nicht ausgeschlossen werden, sollte aber nicht mehr als zuvor sein.

Nach 4 Wochen ist der Stoffwechsel weitgehend erholt. Man erkennt das z.B. an einem Zuwachs an Kondition, regelmäßigem Stuhlgang und Hungergefühl.

Wenn diese Zeit vorbei ist, hat man vielleicht 2-4 kg zugenommen. Ich weiß, dass das hart klingt, ich würde es selbst nicht wollen, mich dagegen sträuben, aber es bringt nichts, sich dauerhaft Nahrung vorzuenthalten, die man braucht, um die 30 zu erreichen. Und v.a. wenn es auch mit mehr kcal geht. Das ist eine Kopfsache. Man muss es wollen, sonst wird es nie funktionieren und man wird immer wieder auf unter 500 oder werweißwiewenig verfallen.

Nach dieser Zeit kann man die Kost wieder reduzieren. Jedoch nicht auf 500 oder ähnliches, sondern langsam, auf 2400, 2300, 2000 usw. Man muss ausloten, wie viel genügt, um abzunehmen. Und es ist erstaunlich viel, das man sich plötzlich erlauben kann! Vielleicht kann man auch etwas mehr Bewegung nutzen, um sich Sicherheit zu verschaffen, aber das muss auch nicht unbedingt sein. In jedem Fall hat man nach dieser “Fresskur” den Umsatz wieder gesteigert und wenn man nicht den Fehler macht, sofort wieder mit dem Hungern anzufangen, kann man u.U. etwas schaffen, das viele Esssgestörte nie erreichen werden: eine Ernährungsumstellung.

Ich möchte zum Abschluss noch darauf hinweisen, dass dies hier keine Diät-Anleitung ist und auch keine Einladung zur Magersucht. Ich möchte lediglich meine Erfahrung mit anderen Esssgestörten teilen, vielleicht hilft es dem ein oder anderen Menschen. Ich fand den Effekt selbst sehr überraschend, ich habe das über mehrere Wochen gemacht und seitdem kann ich 1500 kcal essen und nehme dennoch weiter ab. Mein BMI ist ca. 16,5 zur Zeit. Ich bin mir sicher, dass einige das für nicht besonders wenig halten. Über mein “Ziel” möchte ich aber hier keine ausführlichen Aussagen machen, ich denke, das ist so öffentlich nicht sinnvoll. Wer noch Fragen zu dem Thema hat oder wen andere Dinge in Bezug auf solche Themen interessieren, der kann mir gerne schreiben. Ich bin auch bereit, auf Wunschthemen einzugehen, sofern ich Material vorliegen habe!

Liebe Grüße und ein besseres Leben wünscht euch eure “me”

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31 Antworten zu “Erholung des Stoffwechsels nach langer Hungerphase

  1. Huhu du,

    so ähnlich kenne ich es auch.
    Ich lerne diesen “Effekt” damals als stark übergewichtiges (>100kg) Mädchen mit knappen 14 Jahren kennen.
    Meine Mutter hatte mich damals auf eine 1000kcal/p.D. Diät gesetzt, ich nahm ab, aber nciht sehr effektiv. Kurze Zeit später bekam ich die Zusage für eine Kinderabnehmklink, wo ich 4 Monate verblieb. Dort nahm ich, durch die “krasse” Ernährungsumstellung auch erstmal knapp 5.5kg zu, nach diesem Punkt nahm ich aber auch mit einer Kalorienmenge von ca. 1800kcal am Tag munter ab.

    So ähnlich ist es bei mir bis heute, die Zahl hat sich im laufe der Jahre parallel zum Gewicht geändert, aber ich kann immernoch “mehr” essen als manche Mädchen , z.B. in meinem Forum.

    Kitty

  2. Hey!

    Bin vor ca. 2 Monaten über deinen Blog gestolpert, ganz speziell über diesen Artikel hier. Mir ging es so, wie wohl letztendlich den meisten ..ich nahm einfach nicht mehr ab.
    42kg, und nichts tat sich mehr, obwohl ich nichtmals mehr 400kcal zu mir nahm. Zum verzweifeln, unglaublich, dachte ich mir..Wieso nehmen andere mit 1600kcal noch ab – und bei mir tut sich überhaupt nichts mehr, nada! Nunja, recht schnell war klar : Mit dem versauten Stoffwechsel wird das nichts mehr. Also, reaktivieren, mehr essen können, mehr abnehmen können.. Sehr verlockend. Mehr essen können und trotzdem weiterabnehmen, das muss ein Traum sein? Als ich dann deine Erfahrung bezüglich dieses Themas las, und das du jetzt locker mit 1500kcal abnehmen kannst, stand für mich fest es zu versuchen.
    Und jetzt sitzt ich hier, mit geschätzen 48kg (um die Waage mach ich gewissentlich einen riiiiiesenbogen).
    Schrecklich. Ich kann es kaum erwarten, die Masse wieder loszuwerden – hab aber ein Problem. Ich bin mir einfach nicht sicher, inwiefern mein Stoffwechsel sich jetzt erholt hat oder nicht. Ich weiß, du bist nicht Gott, aber mich würde deine Beurteilung schon sehr interessieren..

    Habe die letzten Woche täglich ca. 3000-4000kcal zu mir genommen (Fressanfälle lassen grüßen..).
    Stuhlgang: seit ca. 1 Woche jeden Tag, und außerdem – ich habe schon seit Ewigkeiten nicht mehr so geschwitzt! Nichtmals beim joggn, und jetzt scheine ich förmlich zu brennen. Ist das ebenfalls ein Anzeichen dafür, dass mein Stoffwechsel wieder in Fahrt gekommen ist? Und an welche Kcalzufuhr hat sich mein Körper jetzt in etwa gewöhnt, doch nicht wirklich an 3000kcal oder?

    Lg Kimberly

    • Ich glaube, der menschliche Stoffwechsel ist sehr regenerationsfähig. Hab zwar keine Ökotrophologenausbildung, hab aber in nem Bereich, der u.a. auch damit zu tun hat, gearbeitet und na ja, was man selbst so weiß von sich und seinem Körper und was man so an Fachliteratur gelesen hat. Möchte aber deshalb auch noch mal sagen, dass was ich hier schreibe, sehr subjektiv ist. Jeder ist ja individuell, jeder Körper reagiert anders auf diverse Nahrungsmittel. Ich habe z.B. das Gefühl, ich würde von Schokolade eher zunehmen als von Müsli auch wenn ich gleich viel kcal esse (vielleicht doch was dran an der “Fett macht fett” Theorie, wer weiß…)

      Ich kann deine Angst und den Ekel verstehen, macht mich traurig zu lesen, dass du so’n Ärger mit dem Versuch hattest. Ich esse mittlerweile um die 2000 kcal. Das fühlt sich viel zu viel an, aber ich halte auch ein Untergewicht damit… auch wenn da das “Nie-zufrieden-Syndrom” dabei ist.

      Ich denke, das was du schreibst hört sich alles so an, als ob sich dein Stoffwechsel sogar sehr gut erholt hat. Im Sinne davon, dass du viel mehr verbrauchst als vorher. Wenn du jetzt reduzierst, würde ich es nur ganz langsam versuchen. Und zwischendurch immer mal Erholungstage machen. Wenn du merkst, dass du Bauchschmerzen o.ä. bekommst, bisschen was für die Verdauung tun vielleicht. Und genug trinken (verbrennt ja angeblich auch kcal)…

      Und ja, man kann mal 3000 kcal am Tag brauchen. Wenn man Stress hat, wenn man viel unterwegs ist. Ist mir schon passiert, dass ich abgenommen hab, einfach nur, weil ich mich tagelang mies gefühlt hab oder aus Prüfungsangst und sowas….

      Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute und Sorry, dass ich erst jetzt geantwortet hab… hatte viel um die Ohren… *winke*

  3. Hey,
    finde deinen Plan sehr sinnvoll und interessant und werde ihn vermutlich auch einmal ausprobieren, falls mein Gewicht mal wieder stagniert.
    Ich bewundere die Art, wie du schreibst. Wollte ich nur mal sagen. Du wirkst sehr bewusst und intelligent, ein Ideal (nicht nur für Essgestörte).
    Ganz liebe Grüße,
    Polly

  4. ja, deien beobachtung hat sich bei mir schon verselbstständigt. nach mehr als zehn jahren esstörung ist mein stoffwechsel scheinbar immer wieder darauf aus sich selbst zu regulieren. normalerweise komme ich so auf 1400 plus minus peanuts und nehme damit ständig ab bis der punkt kommt wo es stopt. bekomme dann automatisch appetit vor allem auf gesunde fette und esse einige tage recht viel manchmal tatsächlich 2500 nehme dann erstmal ganz wenig zu und verliere anschliessend einiges an wasser das sich eingelagert hatte.
    liebe grüsse
    navy

  5. Hallo me.ipsum,

    ich hoffe, du “entdeckst” meinen Kommentar noch, auch wenn dieser Beitrag schon älter ist…
    Ich hätte dir lieber eine E-Mail geschickt, als einen öffentlichen Kommentar, habe aber leider nicht deine Adresse gefunden.

    Ich lese schon lange still mit und freue mich über jeden deiner Beiträge, denn sie erraten meine Gedanken, die ich nicht (mehr) aussprechen mag.

    Ich bin seitdem ich 19 bin (also nun ca 5 1/2 Jahren) magersüchtig. Mit teils sehr schlimmen Phasen, die ich in Kliniken verbracht haben und auch besseren Phasen.
    In einer dieser “scheinbar besseren” Phasen habe ich durch Willenskraft und der Hoffnung, dass es mir besser gehen würde – zugenommen. Um meine Eltern nicht mehr weinen zu sehen und um nicht zwangseingewiesen zu werden. Mit den ersten 4-5 Kilos ging es mir auch besser (weil ich wirklich viel zu wenig wog um selbstständig meinen Alltag bestreiten zu können) und ich war wild entschlossen zuzunehmen.
    Aber je mehr Kilos es wurden, umso trauriger und beengter mit mir selber wurde ich. (du wirst ja wissen was ich meine)
    Mein Umfeld wurde immer zuversichtlicher, dass ich ja nun wieder “gesund” wäre.
    Ich bin zwar immer noch sehr schlank (aus meinem Blickwinkel kann ich aber nur schlecht in den Spiegel sehen).
    Ich habe angefangen wie eine Irre Sport zu machen. Ich laufe jeden Tag, egal welches Wetter, und “wohne” fast im Sportstudio.
    Ich nehme seit vielen Monaten wieder dieselbe Kalorienanzahl/Tag (400kcal) zu mir – wie “damals”.
    Und trotzdem ändert sich rein gar nichts. Ich weiß, es wird an meinem Stoffwechsel liegen und an meinem inaktiven Verdauungssystem.
    Gab es bei dir eine Zeit in der du gewollt zugenommen hast? Wie hast du soviel essen können? Also wie hast du geschafft für eine MS soviele Kalorien essen zu können? Und wenn ich das fragen darf, was hast du gegessen?
    Ich kann mir nicht vorstellen, etwas zu essen mit vielen Kalorien, da ich (leider) den Wert von so ziemlich jedem Nahrungsmittel auswendig kenne…

    Ich würde mich freuen, mich mit dir austauschen zu können. Mein Forum habe ich vor langer Zeit verlassen, da ich mich auf “andere” Dinge konzentrieren musste…

    Mit liebsten Grüßen
    Lunae

  6. Hallo me.ipsum,

    also ich ziehe gerade deinen Plan durch, bin in der dritten Woche, was man so langsam auch meinem Bauch ansieht (aargh….:D). Leider waren viele FA’s dabei, wodurch ich sehr schnell zugenommen habe und daher der Waage z.Z. etwas Ruhe gönne…
    Ich finde den Plan wirklich gut, habe ihn auch mit meinem Therapeuten besprochen, hab aber den Teil mit dem “Später-Wieder-Abnehmen” einfach mal herausgelassen…
    Zu mir: ich war 1Jahr magersüchtig, höchstgewicht (vor der ES): 74kg, niedrigstgewicht: 47kg (man beachte die Ziffernabfolge :D ) bei 171cm, ich habe während meiner MS durchgehend 1000kcal gegessen und Erholungstage gemacht, wobei ich danach immer gut abgenommen habe.
    Meine Frage an dich ist, ob du meinst, dass mein Stoffwechsel am Ende der 4 Wochen vollständig erholt sein wird, ich höre nämlich immer von verschiedensten Magersüchtigen, dass das bei denen MONATE gedauert hat, in denen sie DURCHGEHEND zugenommen haben!
    liebe Grüße und Großes Kompliment für deinen originellen Blog!!!
    Stella

    • das kommt darauf an, wie weit du unten bist, wenn du anfängst und wie sehr dein stoffwechsel geschädigt ist. ich habe darüber auch schon mal mit einem ernährungsberater diskutiert und das thema ist so komplex, dass man kaum gute antworten finden kann. ab einem gewissen punkt muss man versuchen, sich selbst zu beobachten und zu merken, wie der körper reagiert. ist der stoffwechsel noch sehr träge, nimmt man schnell zu, ist das ein hinweis darauf, dass er sich noch nicht “erholt” hat.

  7. Hallo me.ipsum,

    Ich schreibe nun diesen Kommentar, weil ich dachte, dass es dich und vielleicht andere Essgestörte interessieren könnte, wie mein Versuch mit deinem Konzept ausgegangen ist. Also: Heute war Tag 28, die vierte Woche ist also vorbei. Und ich hab mich die letzten Tage immer mal wieder gewogen. Ständig das gleiche: 52,3kg. BMI: 17,89 Ich habe dabei den ganzen Monat heftiges Krafttraining auf Masse gemacht und auch ein paar Mukkis bekommen,, denke aber, der großteil ist doch eher Fett. Mein Bäuchlein ist unterdessen durch die Situps verschwunden, das meiste war wohl aber doch eingelagertes Wasser.
    Nun esse ich so um die 2000kcal und scheine damit zu halten. Gleichzeitig versuche ich, mich von meiner ES langsam aber sicher zu lösen-.-
    In den 4 Wochen habe ich ungefähr 4kg zugenommen, das lag aber auch an den Fressanfällen die ersten 2 Wochen lang.

    Ich möchte dir mit diesem Kommentar nur ein kräftiges Lob aussprechen, diese Seite mag für mich in vielerlei Hinsicht rettend gewesen sein: Durch die vielen Artikel, die ich gelesen habe, habe ich gemerkt, dass auch ich essgestört bin und gleichzeitig hat sie mir durch deinen detailierten Plan auch den Weg in die Heilung (den ich nun anstrebe) geebnet.

    Vielen Dank und BITTE BITTE BITTE schreib weiter!

    Lg,

    Stella

  8. Hallo me.ipsum, bin neu hier und möchte mich erstmal kurz vorstellen. Ich heiße Maja, bin 24 und seit c.a 8 Monaten Essgestört (Bulimie). Angefangen hat es wie bei den meisten mit einer ganz normalen Diät. Hat auch alles prima geklappt, aber irgendwie bin ich dann doch reingerutscht. Hatte es nie so extrem, meist nur ein FA am Tag und einmal k*. schaffe es auch mal ne Woche nicht zu k*, allerdings nur wenn ich keine “verbotenen” Lebensmittel esse wie Kohlenhydrate, schoki etc. Jetzt habe ich beschlossen aus der scheiße raus zu wollen. Habe meine Essensmenge erhöht, nicht merklich viel, aber von so 300 kcal auf circa 600-700 kcal am Tag. Ich möchte definitiv gesund werden und dein Beitrag hat mir wirklich sehr viel Mut gegeben. Schonmal danke dafür. Nun, seit 2 Wochen habe ich keinen FA mehr gehabt und auch nicht gek*. nun zu meiner Frage, wie habt ihr es alle geschafft euren inneren Schweinehund zu besiegen und wirklich “normal” gegessen? Ich hab so panische Angst, dass ich direkt auseinander gehe. Ich nehm relativ schnell viel zu, weil ich es irgendwie geschafft habe, in der kurzen Zeit, meinen Stoffwechsel total runterzuschrauben. Ich will gesund werden und ich nehme auch eine Zunahme in Kauf, nur der Anfang ist so schwer. War das bei euch auch so? Respekt an alle die es geschafft haben. Ihr gebt menschen wir mir so viel Mut es auch zu schaffen, jeden Tag lese ich mir den Blog durch und jeden Tag verhindern eure Zeilen, dass ich mich vollfresse und anschließend k* gehen. Danke danke danke!!! Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüsse Maja

  9. Hey me!
    Was du geschrieben hast war wirklich ein Anlass für mich wieder mehr zu essen. ich würde gerne mehr erfahren..
    Vielleicht könntest du mir ja mal deine e-mail hinterlassen. würde mich wirklich sehr freuen, da ich gerade so um die 1500 kalorien esse und mich nicht traue mich zu wiegen und überhaupt kein gefühl mehr habe ob ich zu- oder abnehme aber wirklich kein normalgewicht haben möchte & da du geschrieben hast man könne auch untergewicht damit erreichen würde ich mich sehr gerne mal mit dir austaschen zumal ich sehr viele Gemeinsamkeiten bei uns finde (:
    Liebe Grüße

  10. Hallo Mädels,
    auch ich bin nach 10Jahren ES über diesen Blog gestolpert und fand die Erklärung endlich zufrieden stellend un logisch! Am 1. Tag habe ich mir einfach vorgenommen es einfach auszuprobieren, was soll in 4 Wochen passieren? Nix, die Welt geht def. NICHT unter wenn man ißt. Ich fand den Satz am besten ” Man muß einfachnur essen” Eine Lebenserfharung die mich innerlich Glücklicher macht als jede Kleidergröße. Essen und geniessen, vor allem Dinge schmecken zu dürfen! Endlich etwas einkaufen ohne zu wissen das man es eh weg schmeisst oder auskotzt oder vergammeln läßt – bis man es dann endgültig doch weg wirft. Ich hatte nur noch eins und das war hunger. Ich habe mir einen Apfel angesehen und nur 68kcal gedacht, …. ne lieber nicht, ne Möhre … mhhh ach Mist. Ein Kreislauf der so schwer ist und doch so einfach zu lernen.
    Ich habe gehofft durch das wieder essen endlich hunger zu empfinden und ein Sättigungsgefühl zu entwickeln. In der Bulimie hat man das nicht, man ißt nach Zahlen nicht nach Apettit oder Geschmack, denn die meisten Dinge die man sinnlos frißt schmecken garnicht mehr.
    So entsteht meine Geschichte zu diesem (Gott sei Dank ist er geschrieben worden) Beitrag :
    Die erste Woche ist nun um. Ich habe es kaum geschafft oder nur mit sehr viel Mühe überhaupt 2500 kcal zu essen. Ich habe aber mein Bestes gegeben und ich denke der Körper hat mir gezeigt was geht und was nicht geht. Ich kann endlich auf die Toilette gehen, ich kann in Ruhe schlafen, ich habe Kraft beim Joggen und ich finde es so beglückend ein Brötchen zu kaufen, was ich nachher dann auch wirklich essen kann und bei mir behalte! Ich habe Apettit auf Lebensmittel die ich immer gemieden habe. Ich kann nun auch eine ganze Packung Müsli da haben ohne sie (1kg) komplett aus Gier zu fressen und zu erbrechen, – nein ich esse es wenn ich Lust darauf habe und einen anderen Tag darf ich ein Brötchen essen.
    Das ist ein Lebensgefühl was durch nichts zu ersetzen ist. Heute am 7.Tag habe ich das erste mal seit Jahren Cornflakes mit MIlch 3,5 Fett gegessen, nicht unmengen, dass kann ich noch nicht so leicht (das Teufelchen ist schon noch zum Teil da und bremst mich obwohl ich anders will – aber besser leicht gebremst als voll ins Klo gefallen ;((( ) , zumindest hat mich der Geschmack so überrascht das ich gestrahlt habe innerlich.
    Was die Kilos angeht. Ich habe die Waage weg gestellt und mich erst nach 1 Woche gewogen – auch das ist unmöglich gewesen vorher – mein Resultat:
    Ich hab weder ab noch zugenommen!
    Ich schwitze wieder.
    Ich habe Kraft.
    Ich habe hunger.
    Ich habe ein Sättigungsefühl.
    ich kann essen stehen lassen was ich nicht mehr schaffe.
    Ich freue mich essen zu können.
    Ich wünsche mir das viele viele Mädels Ihre Erfahrungen hier niederschreiben.
    Ich Danke für den Beitrag der meinen schei** Schalter im Kopf umlegte und ich diese Erfahrung machen durfte!
    Ich werde weiter berichten wie es mir erging.
    Lg Mc Molly :D

  11. So nun werde ich auch mal einen Kommentar zu dem Beitrag abgeben :) zu allererst möchte ich auch sagen, dass er wirklich toll geschrieben ist, nicht wie in so vielen Foren sinnlos daher geredet wird. Zu meiner Person ich bin 20 Jahre alt, und leider seit gut einem Jahr an MS momentan hab ich wirklich Untergrenze erreicht (BMI: 14,4), sodass mir eigentlich niemand mehr Helfen will außer eben eine Klinik in die ich aber nicht gehen werde! Seit einigen Tagen hats bei mir jedoch irgendwie klick gemacht und ich bin wild entschlossen wieder Gewicht aufzubauen seit dem Futter ich tatsächlich auch was das Zeug hält, laut FDDB (mein ernährungstagebuch im Internet *gg*) bin ich heute auf 3276kalorien gekommen (okay zugegeben ca. 3000 davon bestehen nur aus süßen sachen ),Das tolle daran ist, mir gehts es gut damit, ich fühl mich wie eine kleine Göttin und hab meine Lebensfreude und Lust wieder zurück, kein schlechtes Gewissen mehr nach oder bei dem Essen, nichts was ich mir verbiete, wie du so schön gesagt hast EINFACH ESSEN und genau das tu ich ab jetzt auch. Bin gespannt wie schnell sich mein Gewicht tatsächlich aufbaut bzw. wie kaputt mein ganzer Körper doch tatsächlich ist. Die Waage lass ich erst mal beseite, bis die Verdauung wieder in Schwung gekommen ist *gg*. Auch ich werd mich in der nächsten Zeit wieder melden und meine Neuigkeiten mitteilen :)

  12. Hierzu wollte ich mich auch nochmal äußern :
    Dieser Post hat mich (wie auch glücklicherweise viele andere wie ich lese) zum Nachdenken angeregt. Ich hätte zu gern auch komplett die 2500 durchgezogen nur ich konnte nicht.
    Anfang diesen Jahres, seitdem es auch meinen Blog gibt, habe ich ne Art “Soft” Version angefangen. Davor waren meine einzigen Kalorienquellen Energydrinks und ein paar Gummibärchen, weswegen ich anfangs schon von 300 kcal zugemommen habe (!). Ich habe alle 1-2 Wochen die Aufnahme um 100 Kalorien erhöht und mittlerweile hat sich alles ein wenig eingependelt. Mit Zunehmen habe/hatte ich einfach zu viele Probleme um drastischer zu agieren. Mittlerweile esse ich 1000-1200 kcal am Tag, was für mich eine Menge ist ! Der schwierige Teil war nicht die Kalorienerhöhung, sondern das essen von Kohlenhydrathen. Vor denen hatte ich noch bis vor kurzem höllische Angst, habe sie gemieden und bei jedem Versuch ne saftige Zunahme zu beglückwünschen. Es würde mir schon reichen, könnte ich meine 1200 kcal so “bunt” und vielseitig gestalten wie ich möchte, denn bei mir kommt es nicht drauf an wieviel sondern was ich esse, in Sachen Gewicht. Jetzt wo ich mich an all die neuen Lebensmittel gewöhne und bereit bin ein bisschen mehr auf der Waage zu haben, denke ich über deinen Plan ernsthaft nach. Gewicht stagniert oder pendelt zwischen 1 Kilo mehr oder weniger. Seit Januar habe ich im Durchschnitt gerade mal 1-2 Kilo mehr als am Anfangsgewicht.

    Meine Frage hierzu wäre, meint ihr / meinst du, dass es überhaupt möglich ist bei einem niedrigen bzw. Untergewichtigen BMI den Körper so einpendeln zu lassen, dass es auf Dauer möglich ist “normal” zu essen ohne auf ein “gesundes” Gewicht zurück zu kommen ?

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Post !

  13. Hallo!

    Also ich bin seit ca 3 Monaten auf Diät, anfangs hab ich noch eine “normale” Diät gemacht, einfach die KOhlenhydrate weggelassen, und 4-5 mal die woche sport… hat super geklappt, hab in einem monat 6 kg abgenommen. natürlich bin ich dann draufgekommen es würde ja noch schneller gehen wenn ich auch fett usw weglassen könnte. dadurch entschied ich mich dass ich mich auf eine nulldiät einließ. gesagt getan… wieder purzelten 6 kg im darauffolgenden monat… i hab nur mehr sojajoghurts gegessen, und das vl 1-2 joghurt in der woche !!!! … trank nur kaffee und redbull light. jetz hab ich mein wunschgewicht erreicht, das ich vorher auch immer hatte, doch ich habe auch so angst dass ich wieder zu nehme. ich kann einfach nicht mehr normal essen, ich leide jetzt an magersucht. ich esse und spucks wieder aus, und das aber auch nur 1-2 mal die woche, die restlichen tage esse ich nichts. sport mache ich jetzt jeden tag, egal welches wetter.

    ich bin sehr begeistert von deinem blog, und möchte versuchen das auch durchzuziehen, nur ich habe eben solche angst vor dem zunehmen…

    • Liebe Petra,
      wenn du so weiter machst wie du es jetzt tust, dann wird dein Stoffwechsel das nicht lange mitmachen. Vielleicht merkst du schon jetzt, dass du für viele Dinge weniger Kraft hast. Mit jedem kg weniger bei einer Nulldiät schwindet auch der Herzmuskel. Zudem steuert man sich mit einseitiger Ernährung in eine Mangelernährung.
      Der Trick ist, wenig zu essen, aber Sinnvolles. Nur Joghurts, das hat zwar einen hohen Krankheitswert, aber keinen biologischen.
      Ich kann dir nicht helfen, ich schreibe nur ein Blog. Aber ich kann dir sagen, dass der einzige Weg, um zu vermeiden, dass du an den Folgeschäden stirbst ist, dein Essverhalten zu ändern. Davon zu verfetten wird zunächst nicht einmal das Problem sein. (Zumal der Körper keine 200g Fett am Tag synthetisieren kann. Selbst wenn die Waage 1 kg mehr anzeigt, Fett ist das nicht.) Die erste-Hilfe-Maßnahme wäre, sich eiweißhaltiges zu holen (Riegel, Drinks u.ä.), das kann man mit Obst aufpeppen. Da bekommst du Vitamine, Eiweiß, Kohlenhydrate. Glaub mir, in einen Eiweißmangel zu rutschen, macht keinen Spaß. Trink nicht zu viel und auch nicht zu wenig, und mach langsam. Sport bei Untergewicht schwächt das Herz, dein Körper “isst sich selbst”.
      Und dann: hol dir Hilfe. Du musst dich nicht unbedingt einweisen lassen (ich weiß auch nicht, wie kritisch dein Gewicht ist, und es geht mich auch nichts an) aber du solltest jemanden suchen, der dir falls du dich selbst gefährdest, akute Hilfe bieten kann. Und wenn’s nur mal eine Beratungsstelle ist, wo dir nicht gleich mit Klinik gedroht wird. Aber rumzulaufen, halb vorm Kammerflimmern, da hast du nicht lange was von deinem “Wunschgewicht”.

      Grüße,
      me.

    • Hallo Petra,

      ich bin seit > 24 Jahren ES. Statistisch gesehen dürfte ich gar nicht mehr leben. Vor 2 Monaten begann es, dass meine Nieren irgendwie nicht mehr so wollten. Oder mein Herz. Keine Ahnung, Hatte extreme Einlagerung. Die sind jetzt weitestgehend verschwunden. Dafür sind meine Ovarien im Winterschlaf und der Zahnersatz nahezu sämtlicher Backenzähne (Brücken und Kronen) hat den Wert eines Mittelklassewagens. Das willst du nicht wirklich, oder? Such dir Hilfe. Schnell!
      LG.

  14. was ich auch noch sagen wollte, i hab insgesamt jetzt 16 kg abgenommen, und mein gewicht bewegt sich schon im nicht mehr normalen bereich.

    • Eine Eßstörung ist auch immer eine Art Autonomie-Erklärung an die böse Welt. Im Sinne von: ICH BRAUCHE NICHTS.
      Die Sache hat nur einen Haken: Wenn du wegen Kalium-Mangel Herz-Rhythmus-Störungen bekommst oder aus anderen Gründen umkippst, ist es vorbei mit der Autonomie. Dann bestimmen die Anderen über dich. Magensonde, ZVK, Klappse.
      Problem ist: So wie du es schilderst, ist dein Verhalten bzgl. Essen/ Sport z.T. sehr obsessiv bis ansatzweise wahnhaft. Andererseits willst du Hilfe, weil du merkst, dass irgendwas nicht stimmt. (Definition für Wahn: In ‘deiner’ Welt IST DAS so (Ich-Syntonie), eine gegenteilige Erfahrung würde dich nicht vom Gegenteil überzeugen PLUS: Ich könnte mir jetzt die Finger wund tippen, ohne deine Gedankengänge korrigieren zu können…). Positiv: Dein kleiner Horror-Trip findet erst seit ein paar Monaten statt (wie alt bist du?). ABER: 16kg in 3 Monaten…mh…stell dir 64 Pakete Butter à 250g vor (wenn du davon ausgehst, dass es nur Fett war – allerdings wirst du ebenso Muskelmasse und Wasser eingebüßt haben.) Anderes Problem: Hirn, Herz und Nieren sind Glukose-abhängig.
      (< 2,5mmol/l (ca. 48mg/dl)) fangen diese Organe an, zu spinnen. (Rest bitte Google & Wiki….)

      Also….njamnjam….TU' WAS!

  15. Petra, bitte such dir Hilfe, bei deinem Arzt, bei Beratungsstellen, egal wo, aber bitte such dir Hilfe!! Du bist noch am anfang einer ES so wie ich da raus lesen kann also nocht nicht so lange drin und um so länger du drin bist, desto schwerer ist es wieder raus zu kommen!! Glaub mir ich kämpf seit einiger zeit und jeder tag ist so unheimlich schwer und anstrengend.. ich kenn einige ES´ler und umso länger du da drin steckst- umso qualvoller ist der ausstieg!! Tu es für dich und dein Leben und definier dich nicht über eine Zahl, denn du bist Petra egal ob mit 16kg mehr oder weniger!!!!!!

  16. Hey
    ich hoffe du kannst mir iwie weiterhelfen. ich hab seit ca. 2 jahren eine es . hab von 60 kilo auf 45 abgenommen bei einre größe von 168. nur beim stoffwechsel spielt iwie total verrückt und zurzeit könnt ich einfach nur heulen weil ich nicht weiß was los ist. vor eine jahr hab ich ohne grund aufeinmal noch mehr abgenommen also war dann bei 42 kilo ( was mir selbst angst machte) und wollte auf keinen fall noch mehr abnehmen. desswegen hab ich meine kalorienzufur jeden woche auf 100 kcl erhöt und war dann bei ca 2000 kcl und wog immer noch so 42 kilo. Und pölotzchen von dem einen auf den andern tag wog ich 1 kilo mehr und so gibgs dann weiter bis ich wieder 45 gewogen hab und dann hab ich mir gedacht,ne mehr willst du nicht zu nehmen und hab wieder reduzeirt auf 1200. Ging total gut hab auch 1200 gegessen und mein gewicht gehalten. Nur seit ca. 9 montanten bin ich echt ab vertweifeln. Ich hab ohne grund 5 kilo zugenommen und es hört nicht auf ich hab das gefühl ich nehem immer weiter zu und esse nicht mehr als 800 kcl am tag .ich mache auch sport ( hab ich vorher garnicht gemacht) also ausdauer und muskelaufbau und nichts tut sich. ich glaube mein stoffwechsel spinnt wirklich total. ich kann mir eifnach nicht erklähren. ich würde deinen plan gerne ausprobieren aber ich hab so angst dass ich dann richtig zu nehem. ich nehme ja so schon zu und wenn ich dann 3 mal so viel esse.. ich glaube das wird nicht gut gehen..
    ich hoffe du kannst mir vill sagen wie ich meine stoffwechsel wieder hinbekomme und wieso er manchmal so richtig gut läuft und dann wieder total schlecht.. :(

    viele grüße Maja

  17. Hallo me,

    auch ich bin vor einiger zeit auf deinen blog gestoßen und dieser eintrag hat mich nicht mehr losgelassen. war ich doch bis dahin der überzeugung mein stoffwechsel wäre nach einer über 10-jährigen ES-karriere endgültig und für immer ruiniert, wurde ich dank dir eines besseren belehrt. dafür erstmal: VIELEN DANK!!!
    andere “leute vom fach” hätten mir wer weiß was erzählen können, ich hätte ihnen nicht geglaubt. (was sie nebenbei gemerkt nicht gemacht haben, stattdessen versuchten ärzte, ernährungsberater und co. sehr ausdauernd mir die „set-point-theorie“ gepaart mit ein bisschen „liebe dich selbst so wie du bist-geschwafel“ einzutrichtern…soviel dazu)
    auf jeden fall dachte ich mir, wenn es aus den tasten einer betroffenen stammt, muss da doch was dran sein. ich hab also nicht lange gefackelt, damit ichs mir nicht doch noch anders überlege und den plan durchgezogen, zwar anfangs nicht ganz so konsequent aber dafür etwas länger. das ergebnis ist jedenfalls dasselbe. ich kann nicht genau sagen wie viel ich zugenommen habe, weil ich mich nicht mehr wiege (den zusätzlichen masochismus erspare ich mir) aber ich schätze mal es werden so ca. 5 kilo sein, meine hosen lügen nicht ;)
    des weiteren wurden ich von verwandten und freunden, die sich für besonders einfühlsam halten, darauf angesprochen, wie „gut“ und „gesund“ ich aussehe. an der offensichtlichen gewichtszunahme kann das natürlich nicht liegen, denn „das sieht man doch gar nicht“. leute im ernst, nimmt man mal 1-2 kilo ab, dann wird das sofort kommentiert, aber 5 kilo mehr sieht man nicht, ist klar! wüsste ich nicht, dass mir diese menschen prinzipiell wohlgesonnen sind und meine einstellung zu diesem thema nicht die objektivste ist, würde ich ihnen glatt schadenfreude unterstellen. für mich grenzt es jedenfalls daran. wie können andere menschen sich sonst über etwas freuen, was einen selbst zu tiefst unzufrieden macht und dann auch noch denken sie haben hätten dir ein kompliment gemacht, anstatt einfach respektvoll die klappe zu halten und das offensichtliche totzuschweigen. das wäre ehrlich gesagt hilfreicher (kleiner tipp falls angehörige unserer spezies unter den lesern sind). what ever, wie gesagt ich bin mir meines gestörten denkens durchaus bewusst, ich kann es nur nicht abstellen, kennt ihr ja sicher. bevor ich deine seite weiter zumülle, komme ich nun zum vorläufigen ende der geschichte. ich bewege mich nun im unteren bereich des normal gewichts (ein nahezu unerträgliches gefühl) ABER ich kann „normal“ essen und ich hab soviel energie und power für mein studium und alles andere, wie noch nie. und das ist wirklich ein wunderbares gefühl, was mit dem hochgefühl, das mir das dünn-sein beschert fast gleichzusetzten ist. ich möchte ehrlich sein und würde lügen wenn ich jetzt mit dem obligatorischen „ich fühl mich jetzt wohl so wie ich bin und dünne menschen sind alle hässlich…blabla“ schließen würde, das ehemals magersüchtige gerne ungefragt einwerfen, um ihre eigene frustration über die nun „normale“ figur besser neutralisieren zu können. (keine kritik, nur meine theorie und es sei ihnen gegönnt!) Ich für meinen teil habe werde nun versuchen mit einem stufen-plan die pfunde wieder loszuwerde, ohne dabei meinen stoffwechsel und meine neu gewonnene lebensfreude wieder zu ruinieren. Phase 1 beginnt nächsten montag und besteht darin, süßigkeiten und co. wegzulassen und ansonsten frei nach gusto weiterzuessen, worauf ich appetit habe (so frei wie eine essgestörte das eben kann, MC D. und Pizza steht sicher nicht auf meinem täglichen speiseplan, aber das ist ja auch nicht unbedingt erstrebenswert). falls ich damit nicht oder nicht genug abnehme, fange ich an sport zu machen, den ich dann in seinem ausmaß (phase 3) der gewichtsabnahme anpasse und letztendlich dazu benutzte das gewicht zu halten ohne hungern zu müssen. Nur um das klar zu stellen ich strebe kein gravierendes untergewicht an (das hatte ich noch nie und da möchte ich auch nicht (mehr) hin!). Ich habe mich vorher immer im bereich eines mäßigen untergewichts zwischen BMI 17 und 18 befunden und das reicht mir auch. nun meine frage an dich. denkst du das ist machbar, so wie ich mir das vorstelle oder bedarf es anderer maßnahmen? wäre sehr dankbar für deine meinung und sorry für diesen endlos langen post, ich bin keine frau kurzer worte ;)

    grüße tenuis

  18. Was ich eigentlich sagen wollte, dein post hat mir zu mehr “gesundheit” und “normalität” verholfen als jegliche therapie und klinikerfahrung es bisher getan hat. würde man essgestörte menschen besser über solche vorgänge aufklären und nicht nur auf einer schwarz-weiß-malerei nach lehrbuch beharren, wäre vielen vielleicht besser geholfen und ihr leidensweg könnte erheblich verkürzt oder zumindest gemildert werden!

  19. hey,
    was ich so gelesen habe, habt ihr alle schon viel länger eine ES als ich, aber habe mir mal gedacht es könnte nicht schaden mal so zu schreiben wie’s mir geht. Ich bin jetzt seit einem halben Jahr Magersüchtig und die Sucht macht mich verrückt. Seit ein paar Tagen habe ich eine täglich Kalorienzufuhr von 1000-1300 und nehme pro Tag einen kilo zu. Meiner Meinung nach ist mein Stoffwechsel total im Eimer, oder? Ich traue mich nicht deine diät auszuprobieren habe einfach zu viel Angst das mein Gewicht zu schnell raufgeht. Immerhin hatte ich jetzt jeden Tag einen Kilo mehr. Hättest du i-welche Tipps parat um meinen Stoffwechsel wieder so zu machen das ich schwerer zunehme ? und weißt du zufällig wie lange es dauert bis sich ein stoffwechsel erholt ? ich hoffe nicht mehr lange denn jeden tag einen kilo mehr zu haben macht meine psyche wieder total kaputt und ich will ja raus aus dieser scheiß sucht nur eben langsam zunehmen und essen können ohne nachzudenken, ach shit jetzt hab ich sicher schon wider 2kg mehr. Also ich bitte dich wirklich schnellst möglich um eine antwort.

    Lg

  20. Hi Me:)
    wenn wir uns zusammen täten, dann wären wir wohl ein tödlich-perfektes Team… naja, in der Kinik bekam ich den Titel “Expertin für Essstörungen und Ernährung”. “Theorie 1, Praxis 4-” sagte der OA mal, das träfe auf dich wohl auch zu. Anorexie ist tatsächlich eine eigene Wissenschaft – auf ihre eigene Weise. Der menschliche Körper, seine Funktionen und Reaktionen sind weitgreifend, umfassend und vielschichtig. Und obwohl man das Wissen natürlich in beide Richtungen, die positive oder die negative, anwenden kann, hilft es doch auch oft sich zu schützen und am Leben zu halten.
    Diese “Anleitung” von dir hab ich anderweitig auch schon im Internet gelesen. Klar funktioniert das, denn der Stoffwechsel von uns Eßgestörten ist oft so weit entgleist und durcheinander, daß es absolut empfehlenswert ist im mal was Gutes zu tun und wieder einigermaßen zu normalisieren; auch wenn das wo rauf es hinausläuft der Hintergedanke ist nachher wieder schneller und noch “besser” abzunehmen. Der Starvingmode oder Hungermodus ist so alt wie die Menschheit und versucht uns vor dem Hungertod zu schützen seit der Steinzeit. Alle Funktionen werden auf das absolute Minimum heruntergefahren um die Grundversorgung irgendwie noch zu gewährleisten und es ist erstaunlich, mit wie wenig der Körper über langen Zeitraum auskommt. Und wie verrückt und auch verzweifelt es macht, wenn man trotz Minimum ein stagnierendes Gewicht hat, davon kann ich ganze Arien singen! Refeed ist sinnvoll, auch um den Mineral- und Elektrolythaushalt zwischendurch wieder ein Wenig aufzufüllen, aber auch wenn die genannte Methode zu einem normaleren Eßverhalten – oder auch weiterer Gewichtsabnahme führen kann, birgt sie dennoch Gefahren, die man finde ich, bedenken sollte. Erstens muß man sich erstmal dazu kriegen soviel zuzuführen und drin zu behalten ohne Gegenmaßnahmen, dann kann es bei stark untergewichtigen zu einem Refeedingsyndrom kommen wenn sie auf einmal normaler essen, was lebensgefährlich sein kann und man muß irgendwie mit den Depressionen und Schuldgefühlen nach dem Essen klarkommen. Und dann ist dann noch das Problem dann wieder die Bremse reinzuhauen. Ich hab das oft genug gesehen: Exanas, die die Kontrolle verloren haben, die in die Freßsucht verfallen sind, die ich nur noch an ihren Augen (die zu schmalen Schweinchenschlitzen mutiert waren) wieder erkannte… wenn man einmal anfäng wieder zu essen, zu schmecken, zu genießen, sich all die Dinge gönnt, die so lange verboten waren, wieder Hunger hat, dann fällt es schwer den Zug wieder anzuhalten.
    Ich hatte selbst vor Kurzem so eine Phase und hätt sie fast nicht überlebt!
    Ich wurde sowas von depressiv und suizidal, daß ich am Ende dermaßen verzweifelt war, daß ich mir selbst eine “Gehirnwäsche” verpaßte, mich wieder antriggerte indem ich 8 volle Stunden Thinspos auf YT geguckt hab; hat funktioniert. Fast zu gut sogar. Wenn Ana mich umbringt, dann tut es das Essen anscheinend erst Recht, sogar noch viel schneller… ich möchte mich jedenfalls nicht “ausversehen” umbringen, nur weil ich mit den Gefühlen und Schuldgefühlen nach der Fresserei nicht fertig werde…
    Als ich das letzte Mal in der Klinik war, sagte ein Arzt er hätte das Gefühl ich sei absolut geil auf einen 17er BMI. Nö. Aber anscheinend ist diese Zahl, diese blöde Schublade für ALLE anderen total wichtig um mich einordnen zu können. Traurig. Mit meinem BMI wäre ich lange Zeit in keine einziges Pro-Ana-Forum überhaupt reingekommen – aber die “The Thinner is the Winner” Wettbewerbe hätte ich allesamt gewonnen… das ist der Grund warum man mich die “Anaprinzessin” nennt. Ich hab das Physiologische Maximum gesprengt; wer schneller abnehem will als ich das tat, oder mehr, der stirbt einfach – so wie ich auch beinahe… verhungern ist GEWICHTSUNABHÄNGIG!!! Auch wenn sich das erstmal seltsam anhört. Wenn die Körperspeicher leer sind, dann stirbt man, egal wieviel man wiegt.
    Selbst mit meinem angeblich ach so tollen IQ hab ich Wochen gebraucht um das in mein anorektisches Hirn zu bekommen! Und es hat schlimme Konsequenzen so atypisch zu sein… denn niemand nimmt einen ernst, weder die Ärzte – erstmal jedenfalls- bis sie dann die Blutwerte sehen, noch die anderen Anorexien mit ihren Niederflur-BMIs… man ist irgendwie nie gut genug,für keine von beiden Seiten und so gezwungen die “bessere” Ana zu sein. Verstehst du was ich meine ??? Weiter… schneller… weniger…ich hab mich halbiert in den letzten 1 1/2 Jahren, die ersten 33 kg verlor ich in sage und schreibe 20 Wochen!!! In dieser Zeit bin ich nun 3 Mal fast gestorben… und ALLE, absolut ALLE meine schlimmsten Ängste und Befürchtungen sind eingetreten; ich hatte ungefähr 20 Sonden liegen, halten den TTS-Rekord in meiner Klinik. 20 Wochen TTS im Alltag zuhause. PEG… arbeitsunfähig, Kind weg…als gute Mama mußte ich einsehen, daß ich ihn nicht mehr so versorgen konnte, wie ich das selbst für gut halte; außerdem war ich immer wieder über Wochen im Krankenhaus. Manchmal heißt Liebe loslassen… meine Familie, meine Freunde, alle haben Angst, daß ich sterbe. Fehlt auch nicht viel. Wenn ich diesen Winter wieder ne Lungenentzündung krieg, bin ich weg vom Fenster. Ich belaste. Ich mache Sorgen… ein scheiß Gefühl. Gallensteine – Galle raus. Teilweise bin ich oft so schwach, daß ich nichtmal mehr so Sport machen kann wie ich möchte, manchmal war es schon so weit, daß ich kaum noch die Straße runterkam – und das obwohl ich keinen augenscheinlich bedrohlichen BMI hab!! Aber meinem Körper ist es zu wenig… auch wenn mir mein Spiegel was ganz Anderes sagt… mein Immunsystem ist genauso im Arsch wie mein Stoffwechsel… ich bin am Ende mit meinen Kräften und stehe im Angesicht des Abgrunds.
    Und Hilfe? Mein Doc, meine Therapeutin, alle suchen schon die ganze Zeit nach einer passenden Klink, doch wir stießen nur auf ganz viel Unverständnis, Vorurteile und Schubladendenken… wirkliche Hilfe fanden wir nicht – nirgends, und das obwohl ich teilweise selber Oberärzte angemailt und Emails an Universitätskliniken geschrieben hab. An die Mischung PTBS/PTSD und Anorexie traut sich irgendwie keiner ran. Geht man mit Gewalt und aller Konsequenz gegen die Anorexie vor, verstärkt man die PTBS, die Posttraumatische Belastuns Störung, gegen die kann man angeblich nix ausrichten weil die Anorexie Vorrang hat und mein körperlicher Zustand zu schlecht ist; wenn das so weiter geht, werde ich in absehbarer Zeit einfach sterben.
    Ich wollte eigentlich immer nur leben. Ich möchte gerne noch ein paar Dinge erleben, und meinen Sohn aufwachsen sehen… aber vielleicht liegt das einfach nicht in meiner Macht.
    If Nobody stopf Ana from eating me, she will erease me and kill me with a smile…
    … manchmal hasse ich meine eigene Rationalität. Wenn ich die nur in allen Bereichen hätte. Beim Tanzen stehe ich vor lauter Spiegelwänden… schon scheiße, wenn man eine laufende Körperschema Störung ist. Von Kleidergröße 48/50 auf 34. Trotzdem werde ich nie Size Zero tragen können, weil meine Beckenknochen zu breit sind… “Alles hat irgendwelche Vorteile, selbst Anorexie” sagte mein Ex-Thera mal; jo, stimmt. Ich kann in der Kinderabteilung einkaufen und tragen was ich will ohne beschissen darin auszusehen… aber ist es das wert?
    Ana ist eine scheiß Freundin. Sie ist hinterfotzig. Sie lächelt dich an während sie dir das Messer in den Rücken jagt…ich hab viel gelernt in der ganzen Zeit jetzt. Vieles hat sich verändert. Ich kenne die Ursachen, ich weiß warum das passiert ist mit mir, ohne daß ich es wollte. Ich möchte auch nicht mehr zurück in den Zustand in dem ich davor war, auch natürlich nicht zu meinem alten Gewicht! Aber trotzdem würde ich gerne weiter leben – mit Ana, in einer Coexistenz; sie ist eh ein Teil von mir, meiner Selbst, es hat seinen Grund, warum sie das ist, auch sie hat eine Art Existenzberechtigung und wer einmal Ana ist, wird es wie ein Alki immer irgendwie bleiben… aber so wie es momentan aussieht ist nur noch so ->.<- viel von mir übrig und mein Körper setzt seine eigenen Grenzen.
    Also, ergo, wer kann, der halte an!
    Das Leben ist zu schön um es einfach weg zu werfen.
    Und viele der Erfahrungen, die ich inzwischen gemacht habe, würde ich niemandem wünschen…
    hab Euch lieb. :(
    LG
    LtD

  21. Hallo :)

    weiß nicht ob du dich noch an mich erinnern kannst, bin die petra, hab im september einen kommentar hinterlassen. bin jetzt endlich zum arzt gegangen und esse wieder. hab insgesamt 24 kg abgenommen und hatte schon einen bmi von 15.5. ich hab selbst gemerkt dass ich nicht mehr kann.

    doch ich schaff nicht mal am tag 500 kcal, das zaehlen, weil ich jetzt ja wieder “alles esse” ist extremer, da ich vorher ja nur joghurt und gemüse aß.

    ich hoffe ich schaff das. ich werde vl das probieren was du da geschrieben hast, was soll denn großartiges passieren, immerhin sollt ich 7 kg mal zunehmen für normalgewicht :(

    lg petra

  22. Hallo :)
    Ich bin gerade durch zufall auf deinen blog gestoßen und finde es hier sehr spannend und einladend.
    ich kann mir das garnicht vorstellen,dass es für dich nicht schwierig ist aufall die probleme einzugehen die dir hier gepostet werden.
    Ich finde das großartig und auch ich hab ein bisschen was,was mir am herzen liegt.
    Ich bin 18 Jahre und habe im vergangenen halben Jahr 10 Kilo abgenommen.Ich habe kein Untergewicht.Mittlerweile esse ich am Tag nur noch zwei Brötchen.Das ist unwahrscheinlich schwer für mich und mir tut alles weh und ich bin müde.Ich würde so gernewieder normal essen.Aber ich weis das mein Stoffwechsel kaputt ist und ich habe solche angst zuzunehmen.Ich würde so gerne noch 3,4 Kilo abnehmen.Aber das geht nicht…weil ich dann nichts mehr essen dürfte.
    Ich weis nicht mehr weiter..ich habe versucht mit so vielen menschen darüber zu sprechen aber alle sagen das gleiche “du bist dumm,iss einfach wieder ganz normal..du machst dich kaputt..”
    Danke schonmal im vorraus!

  23. Ich bin ebenfalls nochmal hier um einen Kommentar zu schreiben.
    Molly vom 30.August 2011
    Ich habe im August angefangen nach 10 Jahren ES und Bulimie einfach zu essen.
    Meine Herrn das war wirklich schwierig, die erste Zeit siegt noch die Euphorie über die vielen Dinge die man nun wieder essen darf. Abends eine Mahlzeit zu mir zu nehmen war das größte für mich. Nach ein paar Wochen jedoch hatte ich Angst, die Waage verunsicherte mich… ich fing wieder an zu brechen, nur manchmal, nur ein bischen. Der nächste Morgen der nächste Anlauf dieser Kreislauf brachte mich Seelisch um den Verstand. Zwei Wochen gut eine wieder schlecht, Sport, kein Sport, essen, kein essen, weniger essen,Nahrung teilen, Kohlehydrate entfernen wieder zufügen, Nahrungsergänzungsmittel und wegen einer Schilddrüsenunterfunktion ständigen Angst vor den monatlichen Blutbildern.
    Ich bin nun chronisch Krank, erworben! Klasse aber diese Blutabnahmen und Vitaminmangelerscheinungen, das Aufpäppeln meines Arztes und die Verschwiegenheit über die wirkliche Ursache und das Retten meines Hormonhaushaltes und der neuen nun endlich wirklichen Gesundheit läßt mich nochmal wieder kommen um Euch zu sagen:
    ES LOHNT SICH NICHT! Die ES bringt einen langsam um das ist wie mit dem rauchen, auch das Nikotin wirkt nicht mit einem Schlag tödlich, nein es erwischt Dich ganz langsam, nach und nach bis dein Körper nicht mehr kann.
    So nun die Fakten: Ich bin 1,70 und wiege bzw wog vor 14 Jahren Ü80kg
    die Abnahme und die ES brachten mir bei 1,70 mehr oder weniger konstante 60-65kg. Die letzten 2 Jahre immer so um die 60kg.
    Nachdem mein Organismus schlapp machte und mir diverse Probleme den Weg versperrten begann der Ärztemarathon – mit ES.
    Ich habe nun seit August 2011 bei normalem Essverhalten Schwankungen von 57 – 60kg im Winter etwas mehr. Ich bleibe nun mal gelassen, denn mein Körper erholt sich noch und in einem anderen Forum habe ich gelesen das ein Körper nach der Bulimie bzw ES erstmal unförmig bei relativ gleichem Gewicht wird sich das aber nach einem Jahr oder einem halben Jahr legt.
    So bleibe ich nun standhaft auch wenn es mir MEHR als schwer fällt aber ich will nicht mein ganzes Leben versauen. Ich will normal leben. Ich bin ja noch immer schlank wie ich mich hier drin – in meinem Körper fühle – sehen die anderen nicht und ich hoffe auf die vielen Meinungen der Mitleidenden und derer die es geschafft haben und nehme diese leichte Unförmigkeit in Kauf, ich denke der Tausch ist besser als verlorene Gesundheit, Zähne, Unfruchtbarkeit, Kopfschmerzen, Magenweh, Verstopfung, Fressattaken,Unzufriedenheit und der elendige schei** Hunger!
    Ich danke nochmals für diesen Beitrag der hat mich wach gerüttelt und vor allem danke ich den vielen Kommentatoren und deren Berichten wie es Euch erging!
    Danke!
    Ach und ich melde mich sicher wieder wie sich mein – in meinem Augen – unförmiger Körper entwickelt.
    LG Molly

  24. muss man davor eigentlich gehungert haben, damit das funktioniert? bei mir waren es in den letzten wochen immer zwischen 1000 und 2000 kcal.. bringt der versuch dann überhaupt noch was?
    grüße.

    • Solange Du über 1000, bzw. 1200 kcal pro Tag bleibst, rutscht Dein Körper nicht in den Starving- oder Hungermodus, somit kannst Du ihn nicht beenden, weil er nicht existiert. Was allerdings ratsam ist wenn man seinen Stoffwechsel ruiniert hat, ist tatsächlich mal wirklich Minimum 4, besser 6 Wochen zwischen 2500 und 3000 zu bleiben (jenachdem wie Dein Grundumsatz wäre und ob Du körperlich hart arbeitest oder Leistungssport machst), damit dein Stoffwechsel wieder auf Touren kommt. Dazu wie gewohnt Bewegung und nicht NUR Süßkram reinstopfen, damit die Körperspeicher aufgefüllt werden. Dein Körper wird erkennen, daß ALLES ok ist, und Deinen Grundumsatz wieder normalisieren (kannst Du mit Muskelaufbau zusätzlich dauerhaft steigern). Danach ist es tatsächlich so, daß Du wieder eine für Dich gesunde Kalorienmenge zu Dir nehmen kannst ohne Angst zuzunehmen:)
      LG
      LtD

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